Neue MA Print: Fast nur Gewinner durch neue Grundgesamtheit
29.07.2010 - Laut aktueller MA Pressemedien II lesen 93,5 Prozent der ab 14-Jährigen Personen in Deutschland Zeitschriften. Das sind knapp 66 Millionen, was einem Plus von fast fünf Millionen im Vergleich zur MA Pressemedien I entspricht.
Aber: Der Vergleich ist mit Vorsicht zu genießen, denn durch eine Methodenumstellung wächst die Grundgesamtheit um 8,8 Prozent auf 70,5 Millionen Personen an. Neu ist, dass erstmals auch deutschsprachige Ausländer in die Befragung mit einbezogen wurden. Ob Reichweitenveränderungen von Titeln ihre Ursache in der Einbeziehung ausländischer Mitbürger haben oder die Leserzahl sich tatsächlich verändert hat, ist aus den Daten nicht abzuleiten.
Die meist genutzte Zeitschriftengattung sind in der neuen MA mit 62,3 Prozent Reichweite nach wie vor die Programmies, gefolgt von Aktuellen Zeitschriften/Magazinen zum Zeitgeschehen (47,5 Prozent). Jeweils knapp ein Drittel der Bevölkerung liest darüber hinaus Titel der Gattung Motorpresse (33 Prozent) oder wöchentliche Frauenzeitschriften (31,5 Prozent).
Die Top 10 der reichweitenstärksten Zeitschriften hat sich ebenfalls kaum verändert. Mit Abstand auf Platz 1 liegt ADAC Motorwelt, gefolgt von rtv, Bild am Sonntag, Prisma und Stern. Spiegel liegt auf Platz 8, Focus auf der 11. Trotz größerer Grundgesamtheit haben aber auch einige Titel Leser verloren, beispielsweise essen&trinken für jeden Tag, Gesunde Medizin, Living at home, Schöner Wohnen, Bravo Girl oder Popcorn.
Insgesamt gesehen zeigt sich, dass 40- bis 49-Jährige das Medium Zeitschrift am intensivsten nutzen (94,7 Prozent Reichweite). Aber auch in der Teenager-Zielgruppe (14 bis 19 Jahre) werden Zeitschriften von 93,3 Prozent der Befragten gelesen.
Außerdem gilt weiterhin: Je höher das Einkommen, desto stärker die Zeitschriftennutzung. Die Top-Verdiener (Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro) sind mit 96,1 Prozent Reichweite auch die Zielgruppe, die das Medium am stärksten nutzt.
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