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GfK-Studie: Die Deutschen sind in Reiselaune

29.07.2010 - Nach und nach mehren sich Anzeichen, dass der schlimmste Teil der Krise durchgestanden ist. Die GfK kann mit interessanten Zahlen aus der Reisebranche aufwarten, die ja schon seit eh und je Indikator der gesamtwirtschaftlichen Lage sind: In keiner Sommersaison der vergangenen Jahre lagen die Umsätze mit gebuchten Reisen höher als 2010. Allerdings unterstützen niedrigere Preise für Urlaubsreisen das Buchungsverhalten der Deutschen.

Das ergab „GfK Travel Insights“, das Tourismus-Vertriebspanel der GfK Retail and Technology, basierend auf den Buchungsdaten von rund 1.200 Reisebüros. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Reisebüros für die laufende Sommersaison ein kumuliertes Umsatzplus von sechs Prozent. Die meisten Buchungen entfallen in diesem Jahr auf Urlaubsländer am Mittelmeer. Türkei und Ägypten liegen vorn, während Griechenland und Portugal Buchungsrückgänge verzeichnen. Wachstumsstark im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigen sich auch Fernreisen mit elf Prozent Zuwachs.

Aber: Der durchschnittlich gezahlte Preis für den Sommerurlaub liegt mit 664 Euro pro Person bei annähernd derselben Aufenthaltsdauer 2,8 Prozent unter dem Vorjahr. Offenbar locken billige Angebote die Reisenden.

Last Minute-Urlauber reisen nach wie vor am liebsten auf die Balearen, auch hier folgen Türkei und die kanarischen Inseln. Nah gelegene Ziele wie Frankreich, Niederlande und Polen wurden im Reisebüro in diesem Sommer stärker als in der letzten Saison nachgefragt. Hält die Entwicklung bei den Last-Minute-Reisen an, könnte die laufende Sommersaison für die Reisebüros in Deutschland mit einem Umsatzrekord enden.




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